Einsatzberichte 2010

02/10 Wohnhausbrand in Toppenstedt

Das Heulen der Sirenen schreckte am Dienstag vormittag die Toppenstedter und Garstedter Bürger auf. Die Bewohnerin einer Wohnung im Obergeschoss eines Hauses an der Toppenstedter Hauptstraße hatte verdächtige Geräusche aus einem Nebenzimmer gehört und beim Öffnen der Tür einen komplett verrauchten Raum vorgefunden. Bei ihrer Rückkehr mit einem zur Hilfe geholten Nachbarn schlugen bereits Flammen und Rauch aus der Wohnung.
Feuerwehrleute aus Toppenstedt und Garstedt drangen unter umluftunabhängigem Atemschutz in die zwischenzeitlich im Vollbrand stehende Wohnung vor, als plötzlich ein Teil der Decke auf sie herab stürzte. Daraufhin wurde der Innenangriff abgebrochen und von außen versucht, das Feuer an einer weiteren Ausbreitung zu hindern.
Toppenstedts Ortsbrandmeister Friedrich-Hermann Vick veranlasste umgehend die Nachalarmierung der Wehren aus Garlstorf, Tangendorf, Wulfsen und Salzhausen sowie der Drehleiter und Wärmebildkamera der Feuerwehr Winsen.
Kurze Zeit später brach das Feuer durch das Dach und konnte jetzt direkt über das Wenderohr der Drehleiter bekämpft werden. Nachdem die Brandintensität nachgelassen hatte, konnte erneut ein Atemschutztrupp in die Wohnung vordringen und verbliebene Brandnester gezielt bekämpfen. Mit der Winsener Wärmebildkamera wurden anschließend letzte Brandnester in der Dachkonstruktion aufgespürt und abgelöscht.
Die Feuerwehren setzten insgesamt zwölf Atemschutzgeräte, fünf Strahlrohre sowie einen Druckbelüfter ein.
Erschwert wurden die Löscharbeiten durch die herrschenden Minusgrade, die die Einsatzstelle rasch in eine Rutschbahn verwandelten. Zudem traten aus in der Wohnung installierten Heizöfen Öl aus, welches mit dem Löschwasser in die Kanalisation und von dort in die Aue gelangte. Mittels einer rasch installierten Ölsperre konnte zumindestens einen Teil des Öls aufgefangen werden.
Die Nachlöscharbeiten dauerten noch mehrere Stunden an.
Die Ortsdurchfahrt Toppenstedt im Zuge der L 212 Winsen/Luhe-Bispingen wurde über mehrer Stunden aufgrund der Löscharbeiten für den Verkehr gesperrt.

Bericht: Mathias Wille, SG-PW Salzhausen
Bild: Mathias Wille, SG-PW Salzhausen





04/10 Wohnhausbrand in Garlstorf

Aus bisher ungeklärten Gründen geriet am Mittwoch Nachmittag gegen 14:30 Uhr das Dach eines reetgedeckten Hauses in der Garlstorfer Ortsmitte in Brand.
Den Bewohnern der vier Mietwohnungen gelang es noch rechtzeitig, sich in Sicherheit zu bringen. Beim Eintreffen der Feuerwehr brannte das Reetdach, angefacht durch den böigen Wind, bereits in voller Ausdehnung. Umgehend wurden weitere Wehren vor allem wegen des hohen Bedarfs an Atemschutzgeräteträgern nachgefordert.
Im Einsatz waren neben der Garlstorfer Wehr die Wehren aus Salzhausen, Garstedt, Egestorf, Gödenstorf-Oelstorf, Toppenstedt, Tangendorf, Nindorf und Winsen/Luhe.
Trotz eines massiven Löschangriffs gelang es nicht, das Gebäude zu halten. Allerdings konnte ein in unmittelbarer Nähe gelegenes Garagengebäude, sowie ein Landwirtschaftliches Anwesen und weitere reetgedeckte Häuser in der Umgebung geschützt werden.
Die durch den Ort verlaufende Landstraße 216 wurde für die Dauer der Löscharbeiten voll gesperrt. Diese dauern zur Zeit noch an.

Bericht: Mathias Wille, SG-PW Salzhausen
Bild: Mathias Wille, SG-PW Salzhausen, Matthias Köhlbrandt, KPW Harburg





06/10 Tödlicher Verkehrsunfall bei Thishope

Zu einem schweren Verkehrsunfall wurde am Donnerstagabend, den 4.3.2010 gegen 20.00 Uhr die Freiwilligen Feuerwehren aus Thieshope und Brackel sowie zusätzlich der Rüstwagen aus Salzhausen alarmiert.
Kurz zuvor war auf der Kreisstraße 6 zwischen Thieshope und Tangendorf eine 28jährige aus Toppenstedt, mit ihren PKW Kia, auf gerader Strecke nach links von der Fahrbahn abgekommen und frontal gegen eine Birke geprallt.
Durch den sehr heftigen Aufprall bohrte sich der große Baum bis zur Mittelkonsole in den Wagen und wurde dabei entwurzelt. Der Wagen wurde dabei durch die Wurzel hochkant aufgerichtet und verblieb so. Den Eingesetzten Feuerwehrleuten bot sich an der Einsatzstelle ein Schlachtfeld. Die junge Frau war äußerst schwer in den Trümmern eingeklemmt.
Mit Hilfe des Hydraulischen Rettungsgerätes musste sie anschließend mühsam aus den Trümmern befreit werden. Der Notarzt konnte nur noch den Tot der Toppenstedterin feststellen.
Für die Dauer der Bergungsarbeiten musste die Straße zwischen Thieshope und Tangendorf für ca. 2 Stunden voll gesperrt werden.
Polizeibeamte aus Salzhausen versuchen nun zu klären wie es zu dem Unfall kam.

Bericht: Arne Behrens, SG-PW Hanstedt, LK Harburg
Bild: Matthias Köhlbrandt, KPW Harburg





12/10 Wohnhausbrand in Tangendorf

Aus bisher ungeklärten Gründen geriet am Freitag vormittag gegen 10:45 Uhr eine Wohnung in einem Vierfamilienhaus im Tangendorfer Aueweg in Brand. Da nicht klar war, ob sich noch Personen in der Wohnung aufhalten würden, wurden die Feuerwehren aus Tangendorf und Brackel (SG Hanstedt) mit dem Stichwort "Feuer, Menschenleben in Gefahr!" alarmiert.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte schlugen bereits offene Flammen aus den Fenstern und dem First einer im Obergeschoss des Gebäudes gelegenen Wohnung. Ortsbrandmeister Jörn Petersen leitete umgehend einenumfassenden Löschangriff ein und ließ weitere Wehren zur Unterstützung insbesondere der Atemschutzträger nachalarmieren.
Zum Einsatz kamen im Verlauf des Einsatzes die Wehren aus Toppenstedt, Garstedt, Salzhausen, Pattensen (Stadt Winsen), Wulfsen, Garlstorf sowie die Drehleiter aus der Kreisstadt Winsen.
Ingesamt waren über 100 Feuerwehrleute im Einsatz, beobachtet von Kreisbrandmeister Dieter Reymers und dem stellvertretenden Abschnittsleiter Norbert Petersen.
Gleich drei Zweiertrupps unter umluftunabhängigen Atemschutzgeräten gingen zur Personenrettung und Brandbekämpfung in das Gebäude vor.
Glücklicherweise stellte sich schnell heraus, dass sich keine Personen mehr im Gebäude aufhielten, sodass sich die Einsatzkräfte voll auf die Brandbekämpfung konzentrieren konnten.
Nach kurzer Zeit war das Feuer unter Kontrolle und die umfangreichen Nachlöscharbeiten konnten beginnen. Probleme bereitete den Einsatzkräften hierbei die aus Blechtafeln bestehende Dacheindeckung. Mittels Einreisshaken gelang es zunächst nicht, die ausgeglühten Bleche vom Dach zu ziehen.
Im Inneren des Hauses wurde mit der Wärmebildkamera nach versteckten Brandnestern gesucht und diese umgehend abgelöscht.
Die Nachlöscharbeiten dauern zur Zeit noch an. Die Ermittlungen zur Brandursache hat die Polizei übernommen

Bericht: Mathias Wille, SG-PW Salzhausen, Lk Harburg
Bild: Mathias Wille, SG-PW Salzhausen, Lk Harburg





19/10 Verkehrsunfall bei Garlstorf

"Zu einem schweren Verkehrsunfall wurden heute vormittag gegen 10:35 Uhr die Feuerwehr Garlstorf und der Rüstwagen der Feuerwehr Salzhausen alarmiert. In einer scharfen Rechtskurve zwischen den Ortschaften Garlstorf und Toppenstedt war eine Autofahrerin nach links von der Fahrbahn abgekommen.
Der Wagen stürzte eine Böschung hinunter, überquerte eine Wiese samt Bachlauf und prallte dann mit dem Heck gegen einen Baum am gegenüberliegenden Waldrand. Da die Frau über starke Rückenschmerzen klagte, wurde in Absprache mit dem Notarzt entschieden, das Dach des Fahrzeugs zu entfernen, um eine möglichst schonende Rettung aus dem Fahrzeugwrack vornehmen zu können. Parallel arbeiteten die Wehren aus Garlstorf und Salzhausen mit schwerem hydraulischen Gerät an dem Fahrzeug und nach kurzer Zeit konnte das Unfallopfer aus dem Wagen befreit werden. Sie wurde nach einer Erstversorgung am Unfallort in eine Hamburger Spezialklinik eingeliefert.
Für die Zeit der Rettungsmaßnahmen wurde die L216 durch die Feuerwehr komplett gesperrt. An Dreistigkeit nicht zu überbieten war an diesem Vormittag die Fahrerin eines Geländewagens, die trotz mehrfacher Aufforderung stehenzubleiben, die erstbeste Gelegenheit nutzte, um sich ihren Weg durch die Unfallstelle zu bahnen. Sie erwartet nun eine Anzeige."

Bericht: Mathias Wille, SG-PW Salzhausen, Lk Harburg
Bild: Polizei Salzhausen





22/10 Tracktorbrand in Luhmühlen

Vermutlich aufgrund eines technischen Defekts geriet Donnerstag abend auf einem Reiterhof in Luhmühlen ein Traktor in Brand.
Kurz vor 18 Uhr alarmierte die Leitstelle in Winsen die Freiwillige Feuerwehr Salzhausen. Da sich der Einsatzort in einem schwer zugänglichen Bereich des Reiterhofs inmitten feuchter Wiesen befand, konnte die Feuerwehr nur mit ihrem geländegängigen Tanklöschfahrzeug das brennende Fahrzeug erreichen.
Aufgrund der starken Rauchentwicklung gingen die Brandschützer unter schwerem Atemschutz vor und löschten das Feuer in kurzer Zeit ab. Außerdem wurde auslaufender Dieselkraftstoff aufgefangen und die zerstörte Leitung abgedichtet. An der landwirtschaftlichen Maschine entstand Totalschaden.

Bericht: Mathias Wille, SG-PW Salzhausen, Lk Harburg
Bild: Stephan Boenert, FF-Salzhausen





23/10 Dachstuhlbrand in Garlstorf

„Hoher Sachschaden bei Großfeuer in Garlstorfer Ausflugslokal. Bewohner können sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Einhundert Feuerwehrleute verhindern das völlige Niederbrennen des Gebäudes. Durch lautes Knistern und Knacken wurden am frühen Sonnabendmorgen der Besitzer der Garlstorfer „Waldklause“ und seine Ehefrau geweckt. Eine sofortige Nachschau ergab, dass auf dem Spitzboden des Gebäudes ein Feuer ausgebrochen war. Nachdem eigene Löschversuche mit einem Feuerlöscher aufgrund der Hitze erfolglos blieben, wurde umgehend über die Notrufnummer 112 die Feuerwehr alarmiert.
Kurz nach fünf Uhr heulten in Garlstorf die Sirenen. Ortsbrandmeister und Einsatzleiter Norbert Petersen erreichte mit dem ersten Fahrzeug die Einsatzstelle und veranlasste aufgrund der vorgefundenen Lage umgehend die Nachalarmierung der Feuerwehren Salzhausen, Garstedt, Toppenstedt, Tangendorf und Gödenstorf-Oelstorf sowie der Drehleiter aus Winsen. Weit sichtbar schlugen zu diesem Zeitpunkt bereits die Flammen aus dem Dachstuhl des ehemaligen Garlstorfer Bahnhofs.
Nachdem klar war, dass sich keine Personen mehr im Haus aufhielten, wurde ein umfassender Löschangriff eingeleitet, der nach kurzer Zeit Erfolg zeigte. Mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz drangen in das brennende Gebäude ein und konnten das Feuer schnell unter Kontrolle bringen. Unterstützt wurden sie dabei von der Besatzung der Winsener Drehleiter, die verbliebene Dachziegel entfernte und den Brand von oben bekämpfte.
Salzhausens Gemeindebrandmeister Dieter Mertens sowie der Abschnittsleiter Heide Sven Wolkau waren ebenfalls vor Ort und machten sich ein Bild von den Einsatzmaßnahmen.
Mit Hilfe der Wärmebildkamera der FF Hanstedt gelang es schließlich letzte Brandnester aufzuspüren und gezielt abzulöschen, sodass gegen acht Uhr die ersten Einsatzkräfte den Brandort verlassen konnten.
Die direkt am brennenden Gebäude verlaufende Güterbahnstrecke der OHE musste für die Dauer der Löscharbeiten gesperrt werden.
Am Gebäude entstand hoher Sachschaden. Der komplette Spitzboden wurde ein Raub der Flammen. Die darunter liegende Wohnung der Besitzer und eine Ferienwohnung sowie der Gastronomiebereich im Erdgeschoss wurden durch Brandeinwirkung und Löschwasser stark in Mitleidenschaft gezogen und sind bis auf Weiteres unbewohnbar. Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen zur Brandursache übernommen.
Die FF Garlstorf unterstützte die Bewohner des Hauses noch bei der Bergung persönlicher Gegenstände und Wertsachen und konnte den Einsatzort gegen halb Elf verlassen.“

Bericht: Mathias Wille, SG-PW Salzhausen, Lk Harburg
Bilder: Mathias Wille, SG-PW Salzhausen


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